Häufig gestellte Fragen
Wie genau funktioniert der Boomer DNA Test eigentlich? Eine ausführlich Beschreibung des Testverfahrens finden Sie unter DNA ANALYTIK Wie exakt ist der Boomer DNA Test? Um darauf antworten zu können, müsste man im Voraus die Rassezusammensetzung eines zu untersuchenden Hundes kennen. Wir kennen sie jedoch nicht und Sie auch nicht, sonst hätten Sie keinen Grund, Ihren Hund bei uns testen zu lassen. Wir müssten also aus einer anderen Quelle als der DNA-Analyse wissen, welche Rassen in einem Mischling stecken. Die Genauigkeit des Tests lässt sich also nur bemessen, wenn wir die DNA von Hunden analysieren, deren Rassenzusammensetzung wir genau kennen. vorausgesetzt, dass diese Mischlinge nur aus Rassen hervorgegangen sind, die unsere Tests erfassen können. Tatsächlich haben wir so viele Mischlinge wie möglich getestet, deren Herkunft nachweislich bekannt war, und dabei eine Treffergenauigkeit von 95% oder höher erreicht. In einem Blindversuch mit Tausenden nachgewiesenermaßen reinrassigen Hunden haben unsere Tests in 99% der Fälle richtig gelegen, bei den Rassen, die wir identifizieren können. Bei Mischlingen der ersten Generation liegt dieser Wert bei 95%. Ist der Test für 66 Rassen nicht mehr erhältlich? Nein. Wir wollen Ihnen den besten Test am Markt bieten. Deshalb haben wir Anfang 2012 den deutlich leistungstärkeren Boomer DNA-Test XL120 eingeführt, der auf 51 zusätzliche Rassen testet. Bestätigt der Boomer DNA Test auch die Reinrassigkeit eines Hundes Bitte bedenken Sie: Der Boomer Test wurde ausdrücklich entwickelt um die Herkunft von Mischlingen zu bestimmen, nicht für den Nachweis der Reinrassigkeit eines Hundes. Ein solcher Test würde eine andere Methodik und Herangehensweise benötigen. Im Falle von reinrassigen Hunden wird durch unseren Boomer DNA Test erwartungsgemäss eine hohe Übereinstimmung der DNA mit einer bestimmten Rasse ermittelt. Dies deutet mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein reinrassiges Tier hin. Allerdings kann nicht mit absoluter Gewissheit ausgeschlossen werden, dass immer noch die DNA von einer anderen Rasse vorliegt, aber möglicherweise in zu geringer Menge oder von einer Rasse, die noch nicht in unserer Rassen-Datenbank ist. Unter http://www.dogbreedinfo.com/articles/dnacaninebreedidentifcation.htm finden Sie einen (englischen) Erfahrungsbericht eines Kunden über den Test eines reinrassigen Pyrenäenberghundes mit dem von uns angebotenen DNA-Test. Ist die Probennahme schmerzfrei für den Hund? Ja. Die Probennahme ist schmerzfrei. Sie können Ihren Hund dabei nicht verletzen, da sie die Probe mit einem Abstrichtupfer entnehmen, der einem Wattestäbchen sehr ähnlich ist. Wäre die Blutprobe nicht die bessere Art der Probennahme? Nicht zwingend. In dem meisten Untersuchungen, in denen DNA auf die ein oder andere Weise verwendet wird, erfolgt die Probennahme mit Hilfe eines Tupfers, z.B. bei Vaterschaftstests oder Kriminaltechnischen Untersuchungen, deren Ergebnisse vor Gericht bestehen müssen. 95% aller Vaterschaftsanalysen basieren auf einer Probennahme über die Mundschleimhaut. Die Entnahme einer Blutprobe würde auch bedeuten, dass sie durch einen Tierarzt durchgeführt wird, was mit zusätzlichen Kosten und Aufwand für Sie verbunden wäre. Wie Ihr Hund eine Blutentnahme beim Tierarzt fände wissen Sie ohnehin am besten. Wenn ein Wurf aus mehreren Welpen besteht, weisen dann alle Welpen
die selben Rassen auf, oder können sich in jedem Welpen unterschiedliche
Rassen durchsetzen? Die Kombination der Chromosomen geschieht bei jeder Verschmelzung einer Eizelle mit einem Spermium völlig zufällig. Da bei der Paarung von Hunden verschiedene Eizellen von verschiedenen Spermien befruchtet werden entstehen auch unterschiedliche Welpen. Die Welpen eines Wurfes sind genetisch nicht identisch. Es ist also tatsächlich anzunehmen, dass bei Geschwistern ungleiche Ergebnisse festgestellt werden. Erschwerend hinzu kommt, dass eine Hündin mehrfach aufnehmen kann, d.h. es kann auch mehrere Väter geben. Folgende Grafik illustriert, wie sich die Erbinformation von reinrassigen Hunden über 3 Generationen vermischen können. Bereits in der 3. Generation treten Nachkommen auf, in deren DNA nicht mehr alle 4 Rassen der Großeltern-Generation eindeutig nachweisbar sind. Tatsächlich finden sich nur in einem Welpen die "Marker" aller Grosseltern-Rassen. Die meisten von uns hätten aber erwartet, dass in allen Welpen die DNA der Grosseltern zu jeweils 25% vertreten ist. Muss ich ein Foto meines Hundes mitschicken? Nein. Es handelt sich hierbei um ein häufiges Missverständnis. Wir benötigen für die Analyse kein Foto von ihrem Hund. Die Feststellung der in Ihrem Mischling vorkommenden Rassen basiert ausschliesslich auf der Analyse seiner DNA und deren Abgleich mit unserer Referenzdatenbank. Wir freuen uns allerdings immer, wenn wir im Anschluss an die Analyse ein Foto zugeschickt bekommen. Wir finden es einfach spannend zu sehen, ob und welche der von uns gefundenen Rassen in einem Mischling sichtbar sind. Was passiert, wenn mein Hund von einer Rasse abstammt, die nicht in Ihrer
Referenz-Datenbank gelistet ist? Der Boomer Test XL120 erkennt derzeit 120 Rassen und ist somit der umfangreichste DNA-Test für Mischlingshunde am Markt. Diese entsprechen den bei uns beliebtesten Rassen, die wegen ihrer weiten Verbreitung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in Mischlingshunden vorkommen. Sollte die DNA Ihres Hundes eine Rasse enthalten, die bisher nicht in unserer Datenbank ist, findet eine Zuordnung mit der am nächsten verwandten Rassen statt. Welche Qualitätskontrollen führen Sie durch? Eine effektive Qualitätskontrolle ist für die sichere und genaue DNA Analyse äusserst wichtig. Um sicherzustellen, dass die Analyse korrekt verläuft, wird täglich die DNA mehrerer "Kontroll-Hunde" mituntersucht. Hierbei handelt es sich um Hunde, die dem Labor bereits seit langem bekannt sind, die wiederholt getestet wurden und von denen man genau weiss, wie das Ergebnis der Analyse ausfallen muss. Die Proben unserer Kunden werden in Gruppen analysiert, ein Test nach dem anderen. In jede dieser Gruppen wird die zufällig ausgewählte Probe eines unserer Kontroll-Hunde "eingeschleust". Sollten sich die Ergebnisse für den Kontroll-Hund von den uns bekannten Resultaten unterscheiden oder der Test keine Ergebnisse liefern können, werden alle Proben der Gruppe erneut untersucht, inklusive der Probe eines der Kontroll-Hunde. Werden Grösse und Rasse meines Hundes durch das gleiche
Gen bestimmt? Eine jüngere Studie konnte aufzeigen, dass es im Genom des Hundes einen Bereich in der Nähe des sog. IGF1-Gens gibt, der die Grösse eines Hundes (mit)bestimmt. Diese Entdeckung erklärt, wie es identisch aussehende Hunde in verschiedenen Grössen geben kann. Die Pudel-Familie mit dem Zwerg-, Klein- und Großpudel ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Würden Sie eine Dänische Dogge mit einem Yorkshire Terrier kreuzen wäre es durchaus möglich, dass daraus ein Welpe hervorgeht, der wie eine 20 cm grosse Dänische Dogge aussieht.
In einer jüngeren Studie aus dem Jahr 2009 wurden die 3 Gene identifiziert, die das Erscheinungsbild des Fells (Wachstumsmuster, Länge und "Lockigkeit" bzw. Wirbelung) maßgeblich bestimmen.
Ist die Zahl der untersuchten Marker entscheidend für die Genauigkeit der Rassenzuordnung? Diese Aussage ist fast korrekt. Die Zahl der untersuchten Marker ist sehr wichtig, es ist allerdings nicht der einzige wichtige Faktor. Wir müssen auch die Informationsmenge berücksichtigen, die von jedem Marker abgeleitet werden kann. Wenn Sie z.B. die Wahl hätten zwischen 10 Markern, die lediglich eine Rasse identifizieren können, oder einem Marker, der 15 Rassen identifizieren kann, Sie würden sich sicherlich für letzteren entscheiden. Die Zahl der Marker allein sagt also nicht alles über die Genauigkeit eines Tests aus. Trotzdem wollen wir Ihnen nicht verschweigen, dass ins unserer Analyse mehr als 500 Marker verglichen werden.
Wo finde ich weiterführende wissenschaftliche Literatur zum Thema? Nachfolgend haben wir für Sie einige ausgewählte wissenschaftliche Publikationen aufgeführt, die interessante Hintergrundinformation rund ums Thema Hunde DNA bieten:
Was passiert mit den Analyse-Ergebnissen meines Hundes? Werden diese an Behörden weiter gegeben? Alle persönlichen Daten und Analyse-Ergebnisse - insbesondere im Hinblick auf Listen- bzw. Anlagehunde - werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Es werden keine Analyse-Informationen an Behörden und Ämter weitergeleitet. Die personenbezogenen Daten werden unter Beachtung des Bundesdatenschutzgesetzes und des Teledienstedatenschutzgesetzes im Rahmen der Geschäftsbeziehungen gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. |



